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Es werden Posts vom September, 2017 angezeigt.

Verarbeitung durch Kreativität

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Manche meiner Besuche und Begegnungen im Hospiz verarbeite ich, indem ich Bilder male.

Ich finde, das ist eine gute Methode, Dingen, die einen beschäftigen, deinen Abschluss zu geben.
Für mich jedenfalls.


Die Gedanken bei diesem Bild waren, dass das Sterben ein Weg ins Licht ist, oft umgeben von der Dunkelheit der Ängste und Sorgen. Weil ja jeder diesen Weg für sich ganz alleine geht.
Mit jedem Schritt wird es heller, man wird begleitet und ist geborgen.

Wie ein Bild entsteht ...

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In unserem Hospiz gibt es einen langen Flur. Da dieser etwas "langweilig" aussah, hat sich 2015 eine Künstlerin bereit erklärt, an einer der Wände ein Gemälde anzubringen.

Sie fing an, den Hintergrund der Wand zu gestalten.
In dieser Zeit hatten wir einen Gast im Hospiz (zur Erklärung: wir nennen die Menschen, die bei uns ihre letzte Zeit verbringen, Gäste) der ebenfalls sehr gerne zeichnete. Er hatte viele Vorschläge für die zu gestaltende Wand und teilte dies auch der Künstlerin mit.

Ich "betreute" den Gast zeitweise auch und hatte viele schöne Gespräche mit ihm. Unter anderem eben auch über die Wandgestaltung und seine Vorstellung davon.
Er wünschte sich, dass ein Leuchtturm auf einem Hügel an der Wand gemalt werden sollte.

Der Gast verstarb dann und die Künstlerin hatte aus privaten Gründen leider keine Zeit mehr, das Werk zu vollenden.
Und da war sie nun - die angefangene Wandgestaltung, die so unvollendet nun nicht wirklich ansprechend aussah. Überstreichen w…

The most carefull child

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Ziel eines Wettbewerbs war es,
das liebevollste Kind zu finden.

Gewinner war ein 4 Jahre altes Kind,
dessen Nachbar ein älterer Herr war,
der kürzlich seine Frau verloren hatte.

Als es den Mann weinen sah,
ging der kleine Junge in den Hof des alten Herren,
kletterte auf seinen Schoß und saß einfach da.
Als ihn seine Mutter später fragte,
was er dem Nachbar gesagt hätte,
antwortete der kleine Junge:
"Nichts, ich habe ihm nur weinen geholfen."



www.herzensverbindung.de

Ratschläge eines Sterbenden für seine Begleiter

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Lass mich in den letzten Stunden meines Lebens nicht allein.

Bleibe bei mir, wenn mich Zorn, Angst, Traurigkeit und Verzweiflung heimsuchen und hilf mir,
zum Frieden hindurch zu gelangen.

Denke nicht, wenn du ratlos an meinem Bett sitzt, dass ich tot sei. Ich höre alles, was du sagst, auch
wenn meine Augen gebrochen scheinen. Darum sage jetzt irgend etwas, sondern das Richtige.

Das Richtige wäre, mir etwas zu sagen, was es mir nicht schwerer, sondern leichter macht,
mich zu trennen. So vieles, fast alles, ist jetzt nicht mehr wichtig.

Ich höre, obwohl ich schweigen muss und jetzt auch schweigen will. Halte meine Hand.
Ich will es mit der Hand sagen. Wische mir den Schweiß von der Stirn. Streiche mir
die Decke glatt. Wenn nur noch Zeichen sprechen können, so lass sie sprechen.

Dann wird auch das Wort zum Zeichen. Und ich wünsche mir, dass du beten kannst. Klage nicht an,
es gibt keinen Grund. Sage Danke.

Du sollst von mir wissen, dass ich der Auferstehung näher bin als du selbst.

Lass …